„Leuchtturm in der Krankenhauslandschaft“ - AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM ROTENBURG für Digitalisierungsstandards und Patientensicherheit nach EMRAM Stufe 6 validiert

Rotenburg (Wümme), 11. Januar 2018: Das AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM ROTENBURG hat sich einer besonderen Herausforderung gestellt: durch die internationale Zertifizierungsgesellschaft HIMSS Analytics hat das Klinikum den Reifegrad der digitalisierten Prozesse rund um den Patienten prüfen lassen. Das Ergebnis ist die EMRAM Stufe 6. Das ist derzeit der höchste Reifegrad, den deutsche Krankenhäuser erreicht haben. Das Diakonieklinikum Rotenburg ist aktuell eines von insgesamt zwei Krankenhäusern in Deutschland auf diesem hohen Niveau.

„Der AGAPLESION Konzern verfolgt seit Jahren eine ausgeprägte Digitalisierungsstrategie. Dahinter steht unser Anspruch, durch digitalisierte Prozesse die Patientensicherheit zu verbessern“, erklärt Oliver Fabry, Leiter Informationstechnologie der AGAPLESION gAG. „Ich freue mich sehr, dass wir diese Strategie hier in Rotenburg so umfassend umsetzen konnten und dies von der renommierten Zertifizierungsstelle HIMSS Analytics nun auch testiert wurde“, ergänzt Detlef Brünger, Geschäftsführer des AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM ROTENBURG.

HIMSS Analytics, ein Tochterunternehmen der US-amerikanischen Healthcare Information and Management Systems Society (HIMSS), hat es sich zum Ziel gesetzt, den verschiedenen Akteuren im Gesundheitswesen Entscheidungen auf Basis valider Daten zu erleichtern. Ein Mittel dazu ist EMRAM, das „Electronic Medical Record Adoption Model“. Es beschreibt auf einer achtstufigen Skala von 0 bis 7 die IT-Durchdringung und somit den Digitalisierungsgrad eines Krankenhauses anhand der bestehenden elektronischen Patientenakte und ergänzender IT-Systeme. Eine Einrichtung, die EMRAM Stufe 6 erreichen will, muss ihre Prozesse weitgehend digitalisiert haben, also papierlos arbeiten. Dieser Herausforderung hat sich das Diakonieklinikum in Rotenburg erfolgreich gestellt. HIMSS Analytics nennt das Klinikum im Validierungsbericht einen „Leuchtturm in der Krankenhauslandschaft“.

Voraussetzung ist, dass alle am Behandlungsprozess beteiligten Berufsgruppen ihre Dokumentation in einem System erfassen und aus ihm alle relevanten Informationen zur Entscheidungsunterstützung erhalten. Über 1.000 Ärzte und Pflegekräfte des Klinikums wurden innerhalb kürzester Zeit geschult und in neue Workflows unter Nutzung der neuen Technologien eingeführt. Die medizinischen Daten aus ca. zehn Abteilungssystemen und der Output von über 60 Medizingeräten werden im zentralen Klinischen Informationssystem gebündelt und unter anderem auch mobil auf derzeit 450 iPads zur Verfügung stellt. Dieser Prozess wird stetig weiterentwickelt.

„Der Schlüssel zum Erfolg für die digitale Patientendokumentation und die nun erfolgte Validierung liegt im Teamgeist der Projektgruppe und aller beteiligten Berufsgruppen im Haus. Ohne den Willen zu durchgreifenden Innovationen und die Überzeugung, einen echten Mehrwert für unser Klinikum zu schaffen, hätten wir das Projekt auf diesem Niveau nicht stemmen können“, sagt Olaf Abraham, Pflegedirektor im Diakonieklinikum.

„Digitale Transformation ist eine informationstechnische Herausforderung, die neben der IT-Abteilung von allen Bereichen eines Klinikums gelebt werden muss“, so Claus-Peter Thomsen, Bereichsleiter IT.

Als zentrales Klinikinformationssystem setzt das AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM ROTENBURG das iMedOne der Deutschen Telekom Clinical Solutions ein, in das derzeit Daten aus zehn Subsystemen einfließen. In Zusammenarbeit mit dem Software-Haus wurde eine schlanke, auf iPads basierende Lösung für das Closed-Loop-Medication-Management entwickelt, die auf eine bereits integrierte Lösung zur Arzneimitteltherapiesicherheit aufsetzt. „Wir gratulieren dem AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM ROTENBURG zur erfolgreichen Zertifizierung. Anwender erleben im klinischen Alltag, wie Entscheidungsunterstützung mit Hilfe von IT, in diesem Fall iMedOne und iMedOne Mobile, erfolgreich direkt in der Behandlung von Patienten eingesetzt wird“, erklärt Arndt Lorenz, Geschäftsführer Telekom Healthcare Solutions.

Auch die mobile Wunddokumentation, die Bilder via iPad ohne Umwege direkt an den Behandlungsfall im KIS hängt; sowie die Möglichkeit, mobil auf Laborwerte, Dokumente, Verlaufsdokumentation und PACS-Bilder zuzugreifen, haben das Klinikum in puncto digitaler Patientenakte in der Kitteltasche erheblich nach vorne gebracht.

„Wichtigstes Ziel ist es jetzt, sich nicht auf den Lorbeeren einer langjährigen Arbeit auszuruhen, sondern den Status zu halten und insbesondere unter dem Aspekt der Patientensicherheit ständig weiter zu entwickeln, um für die Anforderungen der Zukunft gerüstet zu sein. Dabei darf man die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die diesen Prozess wesentlich mitgestalten, nicht vergessen“, erläutert Thomsen die weitere Entwicklung.

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Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.diako-online.de.

Das AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM ROTENBURG gemeinnützige GmbH ist das größte konfessionelle Krankenhaus in Niedersachsen und akademisches Lehrkrankenhaus der Medizinischen Fakultät der Universität Hamburg. Als Maximalversorger bietet es nahezu das gesamte Spektrum moderner Krankenhausmedizin. Mehr als 190.000 Patienten vertrauen jährlich der fortschrittlichen Hochleistungsmedizin und der professionellen Pflege mit ihren christlichen Wurzeln. Das Diakonieklinikum ist zertifiziertes „Überregionales Traumazentrum“ zur Behandlung von Schwerverletzten sowie zertifiziertes Endoprothetik- und Gefäßzentrum. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Onkologie. Das Brustkrebszentrum sowie das Viszeralonkologische Zentrum mit der Ausrichtung Darmkrebszentrum und Magenkrebszentrum sind von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert. Zum Diakonieklinikum gehören außerdem Senioreneinrichtungen, Ausbildungsstätten, ein Reha-Zentrum sowie verschiedene Dienstleistungsbetriebe. Insgesamt arbeiten hier rund 2.400 Menschen.

Weitere Informationen über AGAPLESION unter www.agaplesion.de.

Die AGAPLESION gemeinnützige Aktiengesellschaft wurde 2002 in Frankfurt am Main von christlichen Unternehmen gegründet, um vorwiegend christliche Gesundheitseinrichtungen in einer anspruchsvollen Wirtschafts- und Wettbewerbssituation zu stärken.
Zu AGAPLESION gehören bundesweit mehr als 100 Einrichtungen, darunter 25 Krankenhausstandorte mit über 6.300 Betten, 35 Wohn- und Pflegeeinrichtungen mit über 3.000 Pflegeplätzen und zusätzlich 800 Betreuten Wohnungen, vier Hospize, 17 Medizinische Versorgungszentren, acht Ambulante Pflegedienste und eine Fortbildungsakademie. Darüber hinaus bildet AGAPLESION an 19 Standorten im Bereich Gesundheits- und Krankenpflege aus. Mehr als 19.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen für eine patientenorientierte Medizin und Pflege nach anerkannten Qualitätsstandards. Pro Jahr werden über eine Million Patienten versorgt. Die Umsatzerlöse aller Einrichtungen inklusive der Beteiligungen betragen über eine Milliarde Euro.

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