04. Mai 2026
Das EEG, die Elektroenzephalografie, ist ein neurologisches Diagnoseverfahren, das die elektrische Hirnaktivität untersucht. Es ist schmerzfrei und ohne Risiko. Zum Einsatz kommt das EEG unter anderem bei Erkrankungen mit epileptischen Anfällen. Die Video-EEG-Überwachung, also die kontinuierliche Aufzeichnung, gilt insbesondere bei komplexen und schwer behandelbaren Epilepsien international als Goldstandard der Diagnostik. Ab sofort ist dieses Monitoring bei Kindern mit einer Epilepsie direkt auf der Station 14 der Kinderklinik des Diakonieklinikums möglich: In einem eigens dafür ausgestattetem Patientenzimmer. Dr. Frank Bösebeck, Abteilungsleiter des zertifizierten Epilepsiezentrums Rotenburg, und Dr. Dr. Svetlana Kappl, Oberärztin der Klinik für Kinder und Jugendliche, haben zusammen mit ihren interprofessionellen Teams das anspruchsvolle und arbeitsintensive Projekt vorangetrieben, so dass das Video-EEG-Monitoring erfolgreich im Rotenburger Krankenhaus implementiert werden konnte.
Durch die kontinuierliche Aufzeichnung von Anfallsereignissen lassen sich präzise Diagnosen stellen und individualisierte Therapieansätze gezielt entwickeln.
„Wir erhoffen uns deutliche Fortschritte bei der Behandlung jener Kinder, deren Epilepsien einen komplizierten Verlauf nehmen“, betont Dr. Bösebeck. „Das neue Monitoring ermöglicht es uns, Diagnostik und Therapie noch besser auf die Bedürfnisse unserer jungen Patientinnen und Patienten abzustimmen“, fügt Dr. Dr. Kappl hinzu.
Epileptische Anfälle gehören weltweit zu den häufigsten anfallsartigen Störungen; rund 60 Millionen Menschen leben mit einer chronischen Epilepsie. Das Epilepsiezentrum Rotenburg bietet diesen Patienten seit vielen Jahren eine umfassende, interdisziplinär vernetzte Betreuung auf höchstem medizinischem Niveau. Die enge Zusammenarbeit aller Fachabteilungen des Diakonieklinikums ermöglicht es, Diagnostik und Therapie optimal zu verzahnen – ein entscheidender Faktor angesichts der Vielgestaltigkeit epileptischer Erkrankungen. Seit 2014 ist das Epilepsiezentrum durch die Deutsche Gesellschaft für Epileptologie (DGfE) offiziell als Epilepsiezentrum zertifiziert. Das neue Video-EEG-Monitoring für Kinder stellt eine wichtige Erweiterung dieses hochspezialisierten Angebots dar.
Das AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM ROTENBURG gemeinnützige GmbH ist das größte konfessionelle Krankenhaus in Niedersachsen und akademisches Lehrkrankenhaus der Medizinischen Fakultät der Universität Hamburg. Als Maximalversorger mit rund 215.000 Patientenkontakten im Jahr bietet es nahezu das gesamte Spektrum moderner Krankenhausmedizin. Die fortschrittliche Hochleistungsmedizin und die professionelle Pflege mit ihren christlichen Wurzeln zeichnen das Haus aus. Das Diakonieklinikum ist zertifiziertes „Überregionales Traumazentrum“ zur Behandlung von Schwerverletzten, zertifiziertes Endoprothetik- und Gefäßzentrum sowie Epilepsiezentrum und Medizinisches Zentrum für Erwachsene mit Behinderung. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Onkologie. Das Brustkrebszentrum sowie das Viszeralonkologische Zentrum mit der Ausrichtung Darmkrebszentrum und Magenkrebszentrum sind von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert. Die Chest Pain Unit ist von der deutschen Gesellschaft für Kardiologie zertifizierter Bestandteil der Klinik für Kardiologie. Zum Diakonieklinikum gehören ein Reha-Zentrum und verschiedene Dienstleistungsbetriebe. Insgesamt arbeiten hier rund 2.500 Menschen. Das Rotenburger Krankenhaus bildet in unterschiedlichen Berufsbildern aus, z.B. Pflegefachkräfte in der vom Haus mitgetragenen „Berufsbildende Schulen der Diakonie Rotenburg gGmbH“. Eine Vielzahl sozialer Projekte charakterisieren das Diakonieklinikum ebenfalls: Klinikclowns, die Versorgung von Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten und der Sozialfonds.
Seit 2012 hält die AGAPLESION gemeinnützige Aktiengesellschaft mit 60 Prozent die Mehrheit der Gesellschafteranteile; der Ev.-luth. Diakonissen-Mutterhaus Rotenburg e.V. hält 40 Prozent.
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über AGAPLESION
Die AGAPLESION gemeinnützige Aktiengesellschaft wurde 2002 in Frankfurt am Main von christlichen Unternehmen gegründet, um vorwiegend christliche Gesundheits-einrichtungen in einer anspruchsvollen Wirtschafts- und Wettbewerbssituation zu stärken.
Zu AGAPLESION gehören bundesweit mehr als 100 Einrichtungen, darunter 20 Krankenhausstandorte mit 6.049 Betten, 41 Wohn- und Pflegeeinrichtungen mit 3.668 Pflegeplätzen, sieben Hospize, 32 Medizinische Versorgungszentren, sieben Ambulante Pflegedienste und eine Fortbildungsakademie sowie 14 Pflegeschulen.
AGAPLESION bietet vielseitige Ausbildungsmöglichkeiten in medizinischen, pflegerischen und administrativen Bereichen. Zudem bietet AGAPLESION als praktischer Träger überall Ausbildungen als Pflegefachperson und an einigen Standorten auch das Duale Pflegestudium an.
22.000 Mitarbeiter:innen sorgen für ganzheitliche Medizin und Pflege nach anerkannten Qualitätsstandards. Pro Jahr werden rund eine Million Patientinnen und Patienten versorgt. Die Umsatzerlöse aller Einrichtungen inklusive der Beteiligungen betragen 1,9 Milliarden Euro.
Die alleinigen Aktionäre der AGAPLESION gAG sind verschiedene traditionsreiche Diakoniewerke und Kirchen. Auch durch diese Aktionäre ist die AGAPLESION gAG fest in der Diakonie verwurzelt und setzt das Wohl ihrer Patientinnen und Patienten, Bewohner:innen sowie Mitarbeiter:innen als Maßstab für ihr Handeln.
Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.agaplesion.de.
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